Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Baustelle arbeiten
Gesundes Arbeiten

Klimatisierung, nein danke!

18. März 2020 von Dr. Bernhard Frohn
aktualisiert am 
01. Mai 2020

Es ist der 1. Mai und jetzt beginnt sie wieder, die Kühlsaison. Bürogebäude überhitzen und entweder ist keine Kühlung vorhanden und die Mitarbeiter schwitzen oder die Klimaanlage springt an. Letzteres ist ökologisch eine Katastrophe, da elektrische Energie bisher die übliche Antriebskraft für eine Kühlung ist.

Mindestens genauso schlimm, wie die ökologischen Folgen, ist die Unbehaglichkeit der Klimatisierung. Manchen Menschen leiden regelrecht unter der kalten und trockenen Luft, die schnell auch als Zugluft empfunden wird. Ein steifer Nacken, eine Erkältung, trockene Augen es gibt zahlreiche Folgen der Klimaanlage.

Zufriedene Nutzer mit natürlicher Klimatisierung

Es geht aber auch anders, wie wir Ihnen mit unseren Balanced Office Buildings zeigen möchten. Das Bürogebäude der Zukunft vermeidet zum einen jegliche Überhitzung durch eine angepasste Bauphysik, angemessen Fensterflächen, viel Speichermasse im Gebäude und zum Beispiel Eigenverschattung. Länder in Äquatornähe, die nicht immer für Hightech bekannt sind, wissen sehr wohl, wie man Überhitzung im Gebäude vermeidet. Wenn man eben keine Technik hat, dann muss man sich anders behelfen und kommt zu faszinierenden Lösungen, die auch in unserer Hightechgesellschaft einsatzfähig sind. Hier sollten wir Bescheidenheit aufbringen und von diesen Menschen lernen.

Das Bürogebäude der Zukunft nutzt zum anderen natürliche Kältequellen, wie die Umgebungsluft oder noch besser das kühle Erdreich als Kältequelle. Natürliche Klimatisierung wird diese Fachrichtung genannt. Natürliche Kältequellen haben den Vorteil, dass mit ihnen keine sehr tiefen Temperaturen zur Verfügung stehen, so dass sie eher natürlich und nicht so künstlich wie eine Klimaanlage auf den Menschen wirken. Nutzerbefragungen zeigen dies sehr eindeutig.

Perfektes Heiz- oder Kühlsystem

Die Kälte wird dabei nicht über Lüftungsanlagen sondern über Strahlungssysteme, wie Fußbodenheizung, Wandflächenheizung, Betonkernaktivierung oder Kapillarrohrsysteme in den Raum gebracht. Die Oberflächen strahlen dann mit Temperaturen von 23°C den Nutzer an. Dies ist eine Temperatur, die kaum zu spüren ist, was die Behaglichkeit ausmacht. Wenn der Nutzer nicht sagen kann, ob eine Fläche warm oder kalt ist, dann haben Sie ein perfektes Heiz- oder Kühlsystem geschaffen.

Wie teuer ungekühlte Räume für einen Arbeitgeber sind, ist diesen leider nicht bekannt. Der Mensch wir schnell unproduktiv. 30 % Arbeitseinschränkung oberhalb von 28 °C wurden schon nachgewiesen.

Dr. Bernhard Frohn, Vorstand

Über den Autor Dr. Bernhard Frohn

Schon früh beschäftigte sich Dr. Bernhard Frohn mit dem Unternehmersein. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der RWTH Aachen promovierte er im Bereich Photovoltaik und machte sich sofort selbständig. Als Energieeffizienzberater für Bestandsimmobilien und Neubauten verdiente er das erste Geld. Durch den Bau des eigenen Bürogebäudes, dem Balanced Office Building in Aachen, lernte er die Faszination für Architektur aber auch die Komplexität bei dem Bau eines Bürogebäudes kennen. Denn hier spielen nicht nur Themen wie Technik, Gebäudeorganisation oder gar Bauabläufe eine Rolle. Es sind vor allem die Themen des Unternehmertums und der Gestaltung neuer Arbeitswelten, die für Bernhard Frohn aus einem scheinbar simplen Büro eine echte Herausforderung in einer digitalisierten Welt machen. Daher schreibt er auf diesem Blog über ein breites Spektrum an Themen und hat viel Freude daran, neue zu entdecken.