Mechanische Lüftungsanlage

Gute Luft gehört bei BOB zur Standardausstattung. Denn nur wer im Büro ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, kann produktiv arbeiten. Zwar können Sie bei BOB selbstverständlich auch die Fenster öffnen, für eine ausreichende Frischluftversorgung reicht dies in der Regel aber nicht aus. Gerade bei geringen Temperaturunterschieden zwischen Innenraum und Außenluft findet ein Luftaustausch kaum statt. Die automatische Belüftung sorgt durch den Deckenauslass im Büro für einen kontinuierlichen Frischluftstrom, den Sie aber weder durch Geräusche noch durch kalte Luftzugerscheinungen spüren. Der Wärmetauscher im Belüftungssystem gleicht im Sommer und im Winter die Lufttemperaturen an.

 

Kohlendioxid macht müde

Für die Produktivität des Menschen ist sauerstoffreiche Luft notwendig. Bei Kohlendioxid-Konzentrationen oberhalb von 1000 ppm (parts per million) sinkt die Fähigkeit zu arbeiten deutlich. Menschen beginnen dann zu gähnen, obwohl sie vielleicht gar nicht müde sind. Das Arbeitstempo nimmt spürbar ab und manch Mitarbeitender klagt auch über Kopfschmerzen. Im BOB kann es zu solchen Erscheinungen nicht kommen, den standardmäßig ist eine mechanische Lüftungsanlage eingebaut. Aber warum reicht es nicht, mit der einfachen Methode der Fensterlüftung Frischluft in das Bürogebäude nachzuführen?

Durch das geöffnete Fenster strömt nur dann Luft nach, wenn Wind auf der Fassade steht oder wenn die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen groß ist. Bei Wind würde die Fensterlüftung also gut funktionieren und Energie sparen. Bei großen Temperaturdifferenzen gelangt hingegen entweder zu kalte oder zu warme Luft in den Raum, so dass Heizwärme oder Kälteenergie benötigt werden. Das hört sich nicht energieeffizient an und ist es auch nicht.

Lüftungsanlage besser als Fensterlüftung

Eine mechanische Lüftungsanlage sorgt im Gegensatz zur Fensterlüftung für eine gleichmäßige Luftströmung. Durch den gezielten Aufbau eines kleinen Überdrucks durch einen Luftauslass und eines Unterdrucks an einem Lufteinlass, werden Luftrichtung und Luftmenge punktgenau geliefert. Allerdings benötigen wir anders als bei der Fensteröffnung zum Transport der Zuluft und der Fortluft Energie. Wegen des hohen Nutzens für die Menschen im Büro, haben wir uns für diese Investition entschieden. Wir nutzen für BOB aber eine besonders klein ausgelegte mechanische Lüftungsanlage. In Fällen, in denen mehr Luft notwendig ist, kann das Fenster geöffnet werden. Ist es sogar aus Kühlgründen sinnvoll, das Fenster zu öffnen, zeigt die Steuerungssoftware BOB.i dies an. Wenn zum Beispiel die Außenluft 15 °C beträgt und die Sonne scheint, dann würde ein konventionelles Bürogebäude in den Kühlfall gehen. Bei BOB werden die Nutzer ermuntert, das Fenster zu öffnen und die 15 °C hereinzulassen.

BOB nutzt für die Lüftungsanlage eine rekuperative Wärmerückgewinnung. Diese besteht aus einem sich drehenden Wärme-Rad, das Wärme aus der Fortluft an die Zuluft überträgt. 80 % der ehemals erzeugten Heizwärme bleiben dabei erhalten und das System muss sie nicht neu erzeugen. Das ist gerade im tiefen Winter oder Hochsommer sehr wichtig. Eine Fensterlüftung kann keine Energie zurückgewinnen.

Gesundheit und Erhalt der Produktivität des Menschen sind die eigentlichen Nutzen des BOB-Lüftungssystems mit ergänzendem rekuperativen Wärmetauscher und der zeitweisen Integration der Fensterlüftung. Da die Kosten von Unproduktivität jegliche Energiekosten und Systemkosten um ein Vielfaches übersteigen, ist das System feststehender Bestandteil von BOB.

Noch ein Hinweis: Die Lüftungsanlage ist keine Klimaanlage, die mit viel Getöse und großem Energiehunger Wärme und Kälte in den Raum bläst. Diese mögen wir bei BOB gar nicht. Gekühlt und geheizt wird mittels Bauteilaktivierung.