Wettervorhersagesteuerung

Bei jedem BOB wird für die Temperatursteuerung eine Wetterprognose aus dem Internet für den jeweiligen Standort abgerufen. So kann das BOB-System Heizung und Kühlung vorausschauend regeln. Folgt zum Beispiel auf einen kalten Tag eine warme Wetterperiode, so schaltet das System schon einen Tag vorher die Heiztechnik aus. Der Nutzer merkt davon nichts, aber die Umwelt und das Portemonnaie freuen sich.

Die Wettervorhersage sorgt bei BOB zudem dafür, dass das Wechselspiel aus Heizen und Kühlen nicht so schnell erfolgt. Gerade in Klimazonen wie der mitteleuropäischen, die ein sehr ausgeglichenes Klima haben und bei denen im Bürogebäude ein Kühlbedarf von März bis Oktober auftreten kann, kommt es oft vor, dass das Gebäude am Vortag noch beheizt wurde, um dann am Folgetag diese Beheizung und zusätzlich die solare Einstrahlung wieder durch Kühlung zu neutralisieren. Der Energieunterschied von einem BOB mit Wettervorhersagesteuerung zu einem konventionellen Bürogebäude beträgt hier einige 100 %. Das ist kein Schreibfehler und es lässt sich logisch erklären. Dazu ein vereinfachtes Beispiel:

  • Ein konventionelles Bürogebäude heizt am Tag 1 und investiert eine Tagesenergie Wärme.
  • Am zweiten Tag wird die Tagesenergie Wärme vom ersten Tag wieder mit einer Tagesenergie Kühle entfernt. Das sind dann zwei Tagesenergieeinheiten, eigentlich ohne echten Nutzen.
  • Bei BOB würde am Tag 1 die Heizung auf Null heruntergefahren und am Tag 2 steht die Kühlung ebenso. Die Speichermasse der Betonkernaktivierung sorgt für einen natürlichen Ausgleich. BOB benötigt also null Tagesenergieeinheiten.

Dasselbe gilt natürlich für den umgekehrten Fall, also wenn einer wärmeren Periode mit Kühlbedarf eine Heizperiode folgt. Diese Fehlfunktion ist bei gekühlten Gebäuden übrigens keine Ausnahme, sondern die Regel und sie erklärt u.a., warum BOB einen Energieeffizienzrekord für Bürogebäude aufgestellt hat.