Systemintegration

Systemintegration ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit Gebäuden bisher nicht bekannt ist. Die Fachwelt spricht in der Regel eher von Integraler Planung. Beide Begriffe beinhalten dasselbe Ziel, nämlich die Integration unterschiedlicher Disziplinen in ein Gesamtergebnis.

Das Plus der Systemintegration im Energiedesign-Prozess der BOB AG ist, dass sie bereits in der Planungsphase die Eignung von Maßnahmen für den späteren Betrieb prüft und effizient optimiert.

Systemintegration sorgt in der Planungsphase zunächst für die Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen von Investor, Nutzer, Mieter sowie Planenden und Bauenden. Die von der BOB AG eingesetzte dynamische Gebäudesimulation übernimmt dabei beispielsweise die Aufgabe, die Tragweite von Einzelentscheidungen auf das Gesamtsystem im Detail zu überprüfen. Dazu zwei Beispiele:

  • Mehr Wärmedämmung vermindert den Heizwärmebedarf, erhöht aber den Energiebedarf im Kühlfall.
  • Und ein größerer Glasanteil eines Gebäudes erhöht die Transmissionswärmeverluste, erhöht die Strahlungsgewinne, vermindert die Strahlungs- und damit die Empfindungstemperatur, erhöht den Kühlenergiebedarf und vermindert den Beleuchtungsenergiebedarf.

Dies sind gute Beispiele komplexer Systementscheidungen, die der Energiedesigner ganzheitlich löst. Die BOB-Experten sind zudem dafür verantwortlich, Ziele wie Funktionalität, Behaglichkeit, Energieeffizienz und geringe Lebenszykluskosten gemeinschaftlich mit den verschiedenen Disziplinen im Planungs- und Bauablauf sowie im Betrieb zu erreichen.

Bei größeren Bauvorhaben bestimmen zunächst  Planungsteams unterschiedlicher Fachrichtung die Entwurfs- und Ausführungsplanung. Anschließend kommen Bauunternehmen ins Spiel, die mit eigenem Fachpersonal eine Montageplanung erstellen. Und schließlich stößt kurz vor Inbetriebnahme  noch ein Regelungstechniker hinzu. Die Praxis zeigt, dass über diesen langen Zeitraum und in der Vielfalt der beteiligten Kompetenzen Informationen verloren gehen.

Ein Beispiel: Besagter Regelungstechniker weiß gar nicht, dass am Beginn der Planung eine Gebäudesimulation für sein Gebäude erstellt wurde, so dass er weder auf diese Daten zurückgreift noch um Simulationen nachfragt, die ihm bei der Inbetriebnahme helfen würden.

Der Systemintegrator ist inhaltlicher Mittler zwischen den Fachdisziplinen aber auch die Konstante, die zu Beginn und im Betrieb immer die Fahne mit der Aufschrift "Effizienz" hochhält und alle Planungsschritte und Baumaßnahmen mit Blick auf das erfolgreiche Endergenis in den Systemzusammenhang stellt.