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Problem und Lösung

Wer glaubt, dass das energieeffiziente Bauen bereits funktionieren würde, der hat noch nicht nachgemessen. Es funktioniert nicht annähernd. Lesen Sie am Ende der Seite eine kleine Sammlung typischer Fehler.

Bevor aber ein weiteres Mal auf die Baubranche eingeschlagen wird, brechen wir zunächst eine Lanze für sie. Bauen erfolgt unter freiem Himmel und als Teamaufgabe mit sehr vielen Beteiligten, die sich vielleicht zum ersten Mal bei dem Bauvorhaben treffen. Alleine die Teamprozesse sind also komplexer als in anderen Branchen. Und es geht jedesmal um sehr viel Geld mit sehr weitreichenden und daher auch teuren Entscheidungen.

Was man der Baubranche aber vorwerfen muss, ist, dass sie nur sehr, sehr langsam lernfähig ist. Man hält an altem fest, als gelte es die Grundrechte der Menschen zu verteidigen. Innovative Verfahren wie die Gebäudesimulation oder innovative Technik wie die Gebäudesystemtechnik werden nur langsam wahrgenommen. Vergleicht man die elektronische Ausstattung eines PKWs für 30.000 € mit dem eines Gebäudes für 4 Mio. € so wird klar, dass die Zukunft noch nicht Einzug ins Bauen genommen hat. Es geht viel viel besser, wie wir gerne zeigen werden.

Lösungsvorschläge finden Sie in den Unterseiten zu den Themen Kosten, Zeit, Qualität und Nachhaltigkeit. Aber jetzt erfahren Sie erst einmal einige Geschichten, die alle wahr sind und deren Probleme alle leicht zu beheben gewesen wären. Aber lesen Sie selbst:

Da war einmal die Klinik mit 12.000 m² Fläche. Das Energiekonzept war vorbildlich nur der Energiebedarf für elektrische Energie war exorbitant hoch. Eine Gebäudesystemtechnik war vorhanden, Daten aber wurden weder aufgezeichnet noch ausgewertet. Warum auch?

Na gut, wir haben dann einmal die Daten aufgezeichnet, denn wir lieben Daten. Und siehe da die Ursache ließ sich schnell einkreisen. Der Kühlenergiebedarf war exorbitant hoch. Um exakt zu sein 275 % zu hoch. Nun regen Sie sich nicht auf, Strom kommt aus der Steckdose, es bestand zu keinem Zeitpunt eine Gefahr für die Bewohner des Krankenhauses.

Was war passiert? Wir konnten beobachten, wie das Kühlsystem regelmäßig vollständig in den Kühlfall überging, obwohl kein Grund dafür bestand. Draußen war es kalt und auch drinnen wurde geheizt. Dennoch die Kältmaschinen luden die Speicher was das Zeug hielt. Einige Tage später hatten wir dann den Übeltäter entdeckt. Ein Außentemperaturfühler für 1,35 € war auf dem Dach oberhalb eines Bleches installiert. Wenn jetzt die Sonne schien, dann wurde der Fühler nett gegrillt und zeigte schnell Hochsommer an, obwohl kein Anlaß für eine Kühlung bestand. Tja kleiner Fühler aber große Wirkung.