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Energiedesign für die Industrie

Industrieliegenschaften haben prozessbedingte Energieströme, die mit der Gebäudetechnik gekoppelt werden müssen. Die großen Energieströme führen bei Sparpotentialen schnell zu einer Wirtschaftlichkeit, so dass Energiedesign hier ins Detail gehen sollte. Wichtig ist vor allem aber auch die Absicherung der Funktion der Industriehalle.

Der hohe Bedarf an elektrischer Energie oder Kühlenergie und die hohen Anforderungen an Hygiene, Luftfeuchte, Luftwechsel oder Temperaturrandbedingungen erfodern sehr spezifische Lösungen. Jedes Industriegebäude ist daher ein Unikat und muss simuliert werden. Eine dynamische Gebäudesimulation für die einfache Kubatur einer Industriehalle ist ein dankbares Objekt für den Energiedesigner und ist im Sinne der Wirtschaftlichkeit Pflicht. Mit Hilfe der Gebäudesimulation werden die internen Lasten bilanziert und das Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik wird getestet. Strömungssimulation, thermische Simulation und Beleuchtungssimulation alle Varianten der Vorausschau machen im Bereich der Industriehalle Sinn. Tatsächlich ist es uns schon bei neuen Fällen, die wir bisher nicht betrachtet hatten, gelungen, erst durch die Gebäudesimulation die zukünftigen Probleme und Lösungen zu verstehen.

Und so kommt es nicht selten vor, dass die Simulation ergibt, dass die Wärmedämmung weitgehend unsinnig ist, obwohl schon die Abwärme zur Beheizung des Bürotraktes genutzt wird. Eine erhöhte Wärmedämmung würde zum Beispiel zur Erhöhung von Kühlenergiebedarfen führen oder würde eine Kühlung notwendig machen, wenn diese eigentlich vermieden werden soll.

Auf der Energieerzeugungsseite wird das Thema der eigenen Energieerzeugung mittels Blockheizkraftwerk oder Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung untersucht werden, da auch hier interessante Amortisationen zu erreichen sind. Und auch Photovoltaikanlagen auf Industriedächern machen Sinn, da die elektrische Energie meist vollständig selbst genutzt wird, was entsprechend gefördert wird.

Neben den energetischen Themen sichert der Prozess des Energiedesign aber auch die Funktion der Industriehalle ab. Die schnelle Einregulierung über das Energiemonitoring spart hier erheblich Geld ein.

Auftraggeber:

  • Schottel GmbH, Schiffsantriebe

Objekte:

  • Neubau Bürogebäude und Produktion

Aufgabenstellung BOB-Energiedesign:

  • Konzeption und Vergleich unterschiedlicher Energieversorgungskonzepte und Energieverteilungskonzepte
  • energetische Optimierung bei Einhaltung der Behaglichkeit und Minimierung der Lebenszykluskosten
  • Durchführung Dynamische Gebäudesimulation zur Optimierung des architektonischen, technischen Entwurfs hinsichtlich Energieeffizienz und Behaglichkeit
  • Berechnung von Lebenszykluskosten einzelner Maßnahmen als Vorbereitung von Systementscheidungen
  • Besonderheiten:
  • Überprüfung einer geothermischen Lösung auch als Enteisungssystem für Zuwegungen im Winter
  • Betonkernaktivierung für den Verwaltungstrakt

 

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