Teilkennwertmethode für den Gebäudebestand

Wenn im Gebäudebestand kein Energiemonitoring vorhanden ist, gibt es keine Kenntnis der Energieströme und auch der Einsparpotentiale. Jede Energieberatung, die hier mutmaßt, wieviel Prozent einzusparen wäre, ist das Geld der E-Mail nicht wert, mit der sie verschickt wurde.

Mittels der Teilkennwertmethode läßt sich mit etwas mehr Mühe ein deutlich besseres Ergebnis erzielen. Dazu wird das Gebäude in Teilflächen zerlegt, denen Nutzungseigenschaften zugewiesen werden. Energiekennwerte für Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung werden jetzt je nach Nutzung den Teilflächen zugeordnet. Hier kommt es darauf an, dass die richtigen Teilkennwerte vorhanden sind. Wir haben hierzu eine große Datenbank mit langjähriger Erfahrung aufgebaut.

Die zusammengesetzen Teilwerte ermöglichen anschließend die Abbildung eines Energieflußbildes unterschieden nach Nutzungszone oder nach Gebäudeteil. Erst jetzt können Sparpotentiale für eine Grobanalayse geschätzt werden.

Bestandsbauten, bei denen wir später auch ein Monitoring einsetzen durften, zeigten die erstaunliche Übereinstimmung zwischen den realen Werten und der Teilkennwertmethode. Einmal ist es uns sogar mit der Teilkennwertmethode bei einem Kreishaus mit 20.000 m² Fläche gelungen, eine Rampenheizung in der Außenanlage zu finden, deren Sensor defekt war. So war die Rampenheizung über Jahre (!) ganzjährig (!) in Betrieb. Der Energierbedarf an elektrischer Energie für das Gesamtobjekt war um 30 % (!) zu hoch, was die Teilkennwertmethode nachgewiesen hatte. Die Amortisationszeit unserer Leistung betrug 3 sec.