Tageslichtmessung
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Energiemonitoring für Gebäude

Nur durch ein Energiemonitoring wird ein Gebäude energieeffizient sein können. Unsere Messerfahrung zeigt im 1. Jahr eine durchschnittliche Abweichung zur Vorhersage von 100 % (!). Diese läßt sich leicht beheben, wenn Messdaten vorliegen. Ohne Messdaten ist dies nicht möglich, so dass dann das Gebäude in den nächsten 40 Jahren sein Ziel weit verfehlt. Alle Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen waren dann wirtschatlich unsinnig. Eine kleine Auswahl teilweise unglaublicher Fehler aus unserer Messerfahrung finden Sie auf dieser Seite...

Bei dem Energiemonitoring werden Messstellen installiert, die die technische Funktion und den Energiefluss abbilden. Energiemengen für Heizung, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung werden getrennt erfaßt. Bei großen Gebäuden oder Gebäuden mit stark unterschiedlicher Nutzung (Büro, Produktionshalle) werden alle Daten auch noch einmal zonenweise aufgenommen. Sehr große Energieerzeuger oder auch Verbraucher werden nochmals separat erfaßt. Dabei ist immer Maßgabe für jede Messstelle des Energiemonitoring, dass sie sich wirtschaftlich amortisiert. Wenn man zum Beispiel weiß, dass eine Wärmpumpe im Wirkungsgrad um 50 % schwanken kann, so dass der Heizenergiebedarf, schnell um einige 1.000 €/a sinken könnte, dann dürfen Messuhren hier gesetzt werden. Eine kleine Brennwerttherme hingegen bietet nur kleines Optimierungspotential.

Ist eine Gebäudesystemtechnik vorhanden, dann wird das Energiemonitoring mit diesen Daten kombiniert. Temperaturen, Luftmengen, Ventilstellungen das alles sind wertvolle Informationen, die in Kombination Schlussfolgerungen für die Fehlerbeseitigung zulassen. Wir haben nicht nur eine Pumpe in unserem Leben gefunden, die stunden- und tagelang gegen ein geschlossens Ventil anpumpt. Das ist ein kleiner Fehler mit einer großen Wirkung.

Alle Messdaten werden in einem Zeitrythmus aufgezeichnet und die Daten werden in Historien gespeichert. Es gibt zahlreiche Regelungsfehler, die nur im Frühjahr und Herbst oder nur morgens oder abends auftreten, was sich nur so nachvollziehen läßt.

Zur Visualisierung werden die Energiemonitoringdaten in einer Software gesammelt und dargestellt. Schnittstellen zu mobilen Geräten wie dem Smartphone sind heute Standard und sind auch sinnvoll. Energie ist eines der wenigen Güter, für die es kein Bestellwesen gibt. Kein Manager unterschreibt die Bestellung von 1 MWh Energie. Daher ist es wichtig, dass der Energiebedarf transparent gemacht wird, denn alleine das führt zur Sensibilität und zur Einsparung von Kosten.

Das Energiemonitoring kann zudem auch zur Abrechnung und zur Einrichtung von Kostenstellen genutzt werden. Entsprechende Anbindungen zum Beispiel an die SAP-Software sind heute vorhanden. Und da nicht jeder Energiebedarf wirklich gemessen und zugeordnet werden kann, lassen sich mit der Monitoringsoftware auch rechnerische Messstellen einrichten. Die Wärme in einer Betonkernaktivierung zum Beispiel können Sie zwar messen, sie gehört aber dem Mieter oberhalb und unterhalb der Decke. Auch Messen und das Zuordnen der Messdaten sind daher nicht trivial, aber zwingend notwendig.

Wir optimieren Industrieliegenschaften, Wohngebäude, öffentliche Bauten, Bürogebäude, Hochschulbauten und viele weitere Nutzbautypen. Da manche nachgemessenen Fehler Konzeptfehler sind, entwickeln wir auch ganzheitliche Energieonzepte für Neubau oder Bestand per dynamischer Gebäudesimulation.