BOB-Energiedesignprozess:

Phase 4: Betrieb

Wir wollen es gerne nochmals betonen: energieeffizientes Bauen ist ohne Monitoring beinahe unmöglich. Wir messen seit 15 Jahren energieeffiziente Gebäude nach und messen nach Inbetriebnahme im Durchschnitt den doppelten Energiebedarf im Vergleich zur Vorhersage nach. Wir haben kein Gebäude nachgemessen, das nicht erhebliche Fehler aufwies. Das ist nicht verwunderlich. Eine Sanierung oder auch ein Neubau ist eine komplexe Aufgabenstellung. Jedes Gebäude ist ein Unikat und industrielles Bauen ist bisher die Ausnahme. Was als Produkt möglich ist, zeigt Ihnen unser Bürogebäudeprodukt BOB.

Insofern ist unsere Aussage keine Branchenschelte. Man muss auch keinen Schuldigen suchen, man muss schlicht und ergreifend das Monitoring als wichtigen und notwendigen Schritt zur Qualitätssicherung des energieeffizienten Bauens begreifen. Wir versprechen, das in 99 % der Fälle sich das Monitoring sofort amortisiert. Wenn Sie an die Aussage denken, dass sich der Energiebedarf normalerweise (!) verdoppelt, können Sie 100 % Sparpotential (in Relation zu den Vorhersagewerten) für die Wirtschaftlichkeit ansetzen.

Im Rahmen des BOB-Monitorings führen wir im 1. Jahr quartalsweise eine Analyse durch, da jede Jahreszeit ein eigenes Verhalten des Gebäudes verlangt. Nach einem Jahr sollten dann alle Fehler gefunden und behoben sein. Das 2. Jahr des Monitorings dient dann nur noch der Kontrolle des 1. Jahres. Ab dem 3. Jahr übergeben wir das Monitoring an den Bauherren, der dann wichtige Kennzahlen selbst beobachten kann, so dass auch nach 10 Jahren noch Probleme sofort erkannt werden. Teil des Monitorings sind auch mobile Messungen der Behaglichkeit.

Um die Nutzerzufriedenheit noch präziser bestimmen zu können, haben wir ergänzend ein Online-Befragungstool entwickelt. Jeder Nutzer erhält in regelmäßigen Abständen einen Fragebogen, den er bei Beschwerden ausfüllen kann. So lassen sich nach einer Zeit der Befragung die Probleme einer Nutzungseinheit, einer Etage, einer Benutzergruppe, einem Geschlecht oder weiteren Eigenschaften der Nutzer zuordnen. So werden Probleme schnell entdeckt und behoben.