BOB-Energiedesignprozess:

Phase 1: Designstudie

Mit der Designstudie werden zunächst die Ziele und Ausgangsgrößen definiert. Beim Bestand wird das Gebäude in seinen für das Ziel wesentlichen Eigenschaften erfaßt und beim Neubau werden die Entwurfsparameter definiert. Die Zielformulierung enthält Aussagen zum Kostenbudget, zu den Lebenszykluskosten, zur Behaglichkeit, zur Energieeffizienz, zur Nachhaltigkeit, zur Flächeneffizienz, zur Flexibilität und vielen weiteren Aspekten. Wir führen durch eine Reihe von Fragen den Bauherren und die Nutzer durch alle wichtigen Themenfelder, die hier definiert werden müssen.

Auf Grundlage der Ziele wird in intensiver Zusammenarbeit mit dem Architekten das Grobkonzept entwickelt. Raumklimakonzept, Energiekonzept, Behaglichkeitskonzept, Lebenszykluskosten... zu allen Zielthemen werden erste Ergebnisse präsentiert. Diese werden in Varianten vorgestellt, so dass Vergleiche möglich sind. Welches Fassadensystem erfüllt die Aufgabe am besten, was wäre die geeignete und passende Technik, welche Bauphysik macht Sinn usw.

Zur Bewertung dieser wichtigen Themen nutzen wir die dynamische Gebäudesimulation und andere Tools, die die Eigenschaften des Gebäudes realitätsnah voraussagen. So liegt eine Entscheidungsgrundlage für den Bauherren vor, die fundierte Fakten enthält und mit denen der Bauherr seine Ziele überprüfen kann. Auf Wunsch des Bauherren werden Bewertungsmatritzen genutzt, die die Entscheidungsfindung weiter vereinfachen und objektivieren.

Da kein Gebäude ohne ein Monitoring energieeffizient sein kann (Wir messen im Durchschnitt die Verdopplung des Energiebedarfs im Vergleich zur Vorhersage nach!), wird im Rahmen der Designstudie auch das Monitoringkonzept entwickelt und es wird für das Kostenbudget des Bauherren wirtschaftlich kalkuliert.

Nach der Designstudie erfolgt die Vorbereitung der Realisierung.