Digitalisierung

Manchmal glauben wir, dass die Digitalisierung für BOB erfunden wurde, so begeistert sind wir von ihren Möglichkeiten. Dabei geht es uns bei der Digitalisierung in erster Linie um Transparenz, Vernetzung und Effizienz und erst in zweiter Linie um das, was die Nutzer eines Bürogebäudes als Technik wahrnehmen.

Digitalisierung ist für uns ein Instrument, mit dem es uns gelungen ist, die BOB-Technik zu verkleinern. Technik, die nicht gebaut werden muss, benötigt keine Ressourcen, geht nicht kaputt, muss nicht gewartet werden und macht die Bedienung nicht noch komplexer, als sie sowieso schon ist.

Digitalisierung darf aber kein Selbstzweck sein. Daher entstehen bei BOB ständig neue Instrumenten und neuer Nutzen für unsere Kunden. So können wir mit Gebäudesimulationen bereits am Rechner perfekte Gebäude entwerfen und Fehler beseitigen. Building Information Modeling hilft uns, im Bauprozesse besser zu kommunizieren und Gebäude schon vor dem Einzug für Mieter und Bauherrn plastisch werden zu lassen. Und BOB.i wird künftig den Spaß der Nutzung eines Büro deutlich erhöhen.

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Simulations-Daten geben Sicherheit 

Was denken Sie - wie viele Daten erzeugen wir mit unseren Simulationen? 1.000? 10.000 oder noch mehr? Wir zeigen Ihnen das hier mal bei einem Bürogebäude mit 100 Räumen und unten lesen Sie, wie die Daten zustande kommen.

Unglaublich diese Zahl, nicht wahr? Aber die Menge zu erzeugen, ist natürlich nicht Sinn und Ziel, sondern für BOB zählt allein der Nutzen, der für Sie aus der intelligenten Verarbeitung der Daten entsteht.

 

Dynamische Gebäudesimulation

Bei der dynamischen Gebäudesimulation wird ein reales Abbild von BOB im Computer geschaffen. Neben den geometrischen Daten geben wir alle bauphysikalischen Parameter der Baustoffe ein. Alleine beim Glas sind dies schon einige. Reflektion, Absorption, Energietransparenz und Lichttransparenz sind Glaseigenschaften, die bestimmen, ob und wie die Sonne mit Wärme und Licht ins Gebäude einstrahlt und dort gehalten oder abgegeben wird. Für eine Klima- und Energiebilanz für Sommer, Winter, Herbst und Frühjahr sowie für Nacht, Morgen, Mittag oder Abend ist der Mix der Parameter entscheidend. Um das Umgebungsklima abzubilden, kaufen wir beim Deutschen Wetteramt stündliche Wetterdaten für Lufttemperatur, Sonnenstrahlung, Bewölkungsgrad, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und diffuse Strahlung für ein Jahr ein. Und da auch die Nutzer einen Einfluss haben, werden die Arbeitszeiten, die Personenzahlen, die PCs und weitere Faktoren abgebildet.

Auf Basis dieser Eingabedaten führen wir jetzt eine Simulation für jeden Raum im BOB für jede Stunde des Jahres, es sind 8760, durch. Bei 100 Räumen, 8760 Stunden pro Jahr und ca. 30 Ausgabewerten kommen so schon 26 Mio. Daten bei einer einzigen Gebäudesimulation zusammen.

Diese Daten geben Auskunft über den Energiebedarf und das Raumklima. Sie ermöglichen zudem Optimierungen zunächst in der Theorie. Durch die Simulation entdecken wir Fehler bereits in einem ganz frühen Planungsstadium. Es ist immer einfacher Fehler im Computer zu beseitigen, als sie im gebauten Zustand zu entdecken und dann zu eliminieren.

Durch die Simulation mit Extremwetterdatensätzen wird bei BOB auch die Zukunftstauglichkeit vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels und der wärmer werdenden Sommer geprüft. Dadurch bietet jeder BOB auch noch in etlichen Jahrzehnten einen hohen Raumklimakomfort bei gleichzeitiger Energieeffizienz.

Und schließlich testen wir per Gebäudesimulation das "Fehlverhalten" der Nutzer und die Auswirkungen daraus. Wir überlassen nichts dem Zufall und wollen wissen, was das BOB-System macht, wenn der Nutzer bei -2 °C das Fenster für längere Zeit nicht schließt. Stresstest nennen wir diese Art der Gebäudesimulation.

Big Data

Jeder BOB sammelt mit seinen Sensoren Millionen von Daten. Lichthelligkeit, Raumtemperatur, Ventilstellungen, Pumpenlaufzeit und viele weitere Datenpunkte ließt das System regelmäßig aus und speichert die Daten. Wie auch Ihr PKW weiß BOB daher immer, ob es ein Problem gibt und wie dieses zu lösen ist. Und das Beste ist, wir wissen es häufig deutlich früher als Sie es vor Ort feststellen können.

Alle Daten Ihres BOBs laufen im BOB-Rechenzentrum zusammen. Dort werden Sie ausgewertet und miteinander verglichen. BOBs können voneinander lernen, so dass ein optimales Raumklima mit immer weniger Energie bereitgestellt werden kann. Auch Nutzerfeedbacks zum Raumklima fließen in die Datenauswertung ein. So schützt BOB das Wertvollste, was ein Unternehmen ausmacht: nämlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Künstliche Intelligenz

Unter Künstlicher Intelligenz versteht man die Fähigkeit eines technischen Systems, selbst Schlüsse aus Ereignissen zu treffen. Wenn eine Nutzerin die Heizung einschalten möchte, dann ist es eigentlich schon zu spät. Dann hat sie festgestellt, dass es zu kalt ist, fühlt sie sich unbehaglich und die Konzentration auf die Arbeit ist erst einmal unterbrochen.

Sammelt ein System sehr viele Daten, dann kann es Muster erkennen. Wenn also zum Beispiel immer bei einem Wetterwechsel von warm zu kalt, die Nutzer sich über eine zu spät eingeschaltete Heizung beklagen, dann kann beim nächsten Mal dieser Fehler ohne den Eingriff eines Menschen behoben werden.

In einem Bürogebäude gibt es sehr viele Einflussfaktoren auf die Produktivität Ihrer Mitarbeiter, so dass auch ein einzelner Mensch überfordert wäre, alle Einflüsse zu beurteilen und die Maßnahmen voraussagen zu können. Schlecht ist auch, wenn der Betriebstechniker auf einzelne Nutzer hört. Zu Hause kann sich jeder sein individuelles Raumklima einstellen, im Büro allerdings muss ein Kompromiss der sehr unterschiedlichen Empfindungen der Menschen gefunden werden. Ist es also einem einzigen Nutzer im 2. Obergeschoss des BOB.Mannheim auf der Südseite zu warm, dann darf das System auf diesen einen Menschen nicht reagieren. Beschweren sich hingegen fünf Nutzer, liegt ganz sicher ein Problem vor. Betriebstechniker sind aber Menschen und wollen auch den Einzelnen zufriedenstellen, was aber eben nicht geht. Drehen Sie dann die Kühlung für den einen Nutzer auf, ist es vier anderen Nutzern zu kalt. Eine Automatisierung auf Basis Künstlicher Intelligenz, also gelernter Ereignisse aus der Vergangenheit, und die Vorgabe 95 % der Nutzer zufriedenzustellen, ist daher der einzig funktionierende Ansatz. Diejenigen Nutzer, die sich trotz Künstlicher Intelligenz unwohl fühlen, müssen mit Ihrer Kleidung auf zu warme oder zu kalte Raumempfindungen reagieren.

Der Hausmeister der Zukunft heißt bei BOB daher BOB.i und ist ein echter Demokrat.

Building Information Modeling = BIM

Building Information Modeling, kurz BIM, ist der Schritt vom dreidimensionalen Gebäudemodell zur Datenbank mit deutlich mehr Dimensionen und Nutzen. Neben den drei geometrischen Dimensionen können in einem BIM-Modell die Bauprodukte, deren Kosten, deren Lebenszykluskosten, deren ökologischer Fußabdruck und auch der Bauprozessablauf gespeichert werden. Gäbe es schon einen 3D-Drucker für Bürogebäude, dann würden wir das BIM-Modell an den Drucker schicken und dann würden wir den BOB einfach drucken.

Aber auch jetzt schon verschlankt das BIM-Modell den Planungs- und Bauprozess eines BOBs. So können wir auf Knopfdruck ermitteln, wie viele Steckdosen, wie viele Quadratmeter Teppichboden und welche Menge Kupfer im BOB verbaut sind. Alle Planungsbeteiligten arbeiten an demselben Planungsmodell und der BIM-Manager bei BOB führt eine Kollisionskontrolle durch. Das schafft Sicherheit für den Bauablauf.

Digitalisierung bringt Vorsprung

Die Digitalisierung hält bei Planung, Bau und Betrieb von Bürogebäuden massiv Einzug. Hagen Schmidt-Bleker, formitas AG, entführt Sie in diesem Interview in eine Planungswelt von morgen, die schon nahe an der Wirklichkeit ist.

BOB.i

Wir bei BOB sind Fans von intelligenten Lösungen, die der Nutzer gar nicht wahrnimmt. Ein Bürogebäude, das dem Nutzer nicht auffällt und das dieser intuitiv nutzt, nennen wir perfekt. Will der Nutzer von BOB etwas wissen, nutzt er BOB.i. BOB.i ist das BOB-Betriebssystem. Hier laufen Daten zusammen und können in Echtzeit visualisiert werden. Jeder kennt den Benzinbedarf seines PKWs, von Ihrem Bürogebäude wissen die meisten gar nichts. Und da Sie genau dann anfangen einzusparen, wenn Sie Ihren Bordcomputer beobachten können, bietet BOB.i Ihnen diese Transparenz live und in Echtzeit und das getrennt für jede Mieteinheit.

BOB.i ist aber mehr. BOB.i ist Meckerkasten und Servicestelle zugleich. Und da BOB.i nicht für einen BOB, sondern für das BOB-System weiterentwickelt wird, profitieren alte BOBs durch ein Upgrade von neuen Funktionen.

BOB.i ist aber auch ein gehöriges Stück Marketing. Nein nicht für BOB, sondern für Ihr Unternehmen soll BOB.i werben. Den hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Sie im Unternehmen halten oder die Sie für Ihr Wachstum akquirieren wollen, können Sie kein altes iPad andrehen. Unternehmen, die innovativ sein wollen, sollten aus allen Poren Innovation ausatmen und so ist auch BOB.i eine Oberfläche, die Ihren Mitarbeitern zeigt, dass Sie von einem Bürogebäude mehr verlangen, als regendicht zu sein.