Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling oder kurz BIM löst in Zukunft CAD (Computer Aided Design) als Methode der digitalen Erfassung eines Gebäudes ab. BIM ist eine Datenbank, die unter anderem auch die Raumdimensionen also Höhe, Breite und Tiefe erfasst. Es geht aber um deutlich mehr: Mit BIM werden bei BOB die Kosten, die Lebenszykluskosten, der ökologische Fußabdruck oder auch der Bauprozess für jedes Bauteil erfasst. An einem BIM-Modell können unterschiedliche Planer (Architekt, Tragwerksplaner oder Techniker) an unterschiedlichen Orten gleichzeitig arbeiten. Immer werden die Daten zentral gehalten, so dass alle Beteiligten an demselben Plan arbeiten. Das klingt normal, ist es aber nicht. Heute senden die Planungsbeteiligten in der Regel Planstände im Wochentakt an die anderen Planer per E-Mail und schon geht das Chaos los. Wer arbeitet auf welchem Planstand? Sind alle Änderungen berücksichtigt?

BIM steckt noch in den Kinderschuhen, da bei einem Bauvorhaben viele unterschiedliche Planer mit später im Preiswettbewerb agierenden Bauunternehmen (der billigste gewinnt den Wettbewerb, was in keiner Branche funktioniert) zusammenarbeiten sollen. Hier müssen alle mit derselben BIM-Software identischer Version zusammenarbeiten, was natürlich nicht der gelebten Wirklichkeit entspricht. Oder die Beteiligten arbeiten über Schnittstellen (IFC), wobei dieses Vorgehen auch noch viele Kinderkrankheiten hat.

Wir von BOB gehen einen Weg, der funktioniert: Wir arbeiten mit festen Planungs- und Bauteams, da unsere Kunden verstanden haben, dass billiges Bauen extrem teuer ist. Alle an einem BOB-Bauvorhaben Beteiligten setzen dieselbe BIM-Software ein und werden bei Bedarf durch BOB geschult. Ein eigenes BOB-BIM-Handbuch legt die Spielregeln der Zusammenarbeit fest. Und das sind die Nutzen für unsere Kunden:

  • hochintegrierter Planungs- und Bauprozesse mit präziser Umsetzung und Absicherung der gewünschten Qualität
  • kurze Planungs- und Bauzeiten bei höherer Bauqualität
  • 3D-Visualisierung für Investor, Nutzer und auch Planungs- bzw. Bauteam (Fehler im Bauablauf entdecken wir im Simulationsraum und nicht erst auf der Baustelle)
  • Berechnung des Preises auf Knopfdruck mit hoher Kostensicherheit
  • Berechnung des ökologischen Fußabdrucks auf Knopfdruck
  • Dokumentation des gebauten Zustands mit Angaben zu allen Leitungsführungen..., der verbauten Rohstoffe (Stichwort urban mining) usw.

Unser Vorgehen entspricht der Übertragung der Industrie-4.0-Standards auf die Baubranche. Die Industrie hat bewiesen, wie nachhaltig sie agieren kann. Während zum Beispiel bei PKWs 80 % der verbauten Rohstoffe wieder der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden, sind in der Baubranche derzeit nur 20 % recyclingfähig. Das wollen wir ändern.