Kosten durch falsches Raumklima

Sie haben in der Einleitung schon gelesen, dass die Pesonalkosten die mit Abstand größten Kosten eines Bürogebäudes sind. Tatsächlich sind die jährlichen Personalkosten in etwa so groß wie die einmaligen Baukosten. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass ein falsches Raumklima zu Unproduktivität führt, was sehr viel Geld kostet. Es ist allein der Tatsache geschuldet, dass man dies nicht messen kann, dass der Effekt noch nicht ernst genommen wird. Unproduktivität entsteht durch:

  • Arbeitnehmer werden es ungerne hören, aber tatsächlich wird die höchste Produktivität bei einer Empfindungstemperatur um 20 °C erreicht. Wir empfehlen eine Empfindungstemperatur zwischen 20 und 21,5 °C. Mit der Empfindungstemperatur ist das Mittel aus Lufttemperatur und Strahlungstemperatur der umgebenden Flächen gemeint. Diese hat daher nichts mit den einfachen Messgeräten zu tun, die schon einmal von zu Hause mitgebracht werden. Diese sind zum einen sehr ungenau und zeigen zum anderen auch nur die Lufttemperatur an, was eben nur die halbe Wahrheit ist. Bei Gebäuden mit einer alten Bauphysik können sogar 23 °C Lufttemperatur notwendig sein, um eine Empfindungstemperatur von 21 °C zu erreichen, was dann übrigens mindesten 15 % mehr Heizenergie kostet.
  • Im Sommer sollte die Empfindungstemperatur 26 °C bis zu einer Außentemperatur von 32 °C nicht überschreiten. Danach sollte die Empfindungstemperatur linear nach oben gleiten. Also bei 34 °C dürfen es auch 28 °C sein. Zu niedrige Temperaturen sind dann regelrecht gefährlich und können zu Krankheiten führen, die dann auch wieder recht teuer für den Arbeitgeber sind.
  • Hohe Konzentrationen von CO2, dem Gas, das wir Menschen ausatmen, machen nachweislich müde und unkonzentriert. Eine Fensterlüftung funktioniert hier nur, wenn entweder Wind herrscht oder wenn die Temperaturdifferenz groß ist. In den Phasen von Frühjahr und Herbst, die zeitlich gesehen in unseren Breiten ca. 9 Monate pro Jahr ausmachen, sind die Temperaturdifferenzen zu gering. So wird der Arbeitnehmer eben müde und merkt es nicht. Schlechte Luft merkt der Mensch erst, wenn er in einen Raum hineinkommt. Sitzt er in dem Raum, am besten noch mit mehreren Personen, merkt niemand etwas. So dämmert er dahin auf Kosten des Arbeitgebers.
  • Das Lichtangebot und auch die Lichtfarbe greifen sogar massiv in unseren Hormonhaushalt ein. Auch hier gibt es deutliche Auswirkungen auf unsere Stimmung und Leistungsfähigkeit durch mangelnde Beleuchtung.

Fazit

Die Kosten aufgrund mangelnder Produktivität sind die größten Kosten eines Bürogebäudes. Dabei ist es natürlich kurz gedacht, nur in Produktivität zu denken. Gesundheit ist das höchste Gut, das wir Menschen haben, und daher sollte es selbstverständlich sein, dass das bestmögliche Bürogebäude mit der Beachtung aller gesundheitsrelevanten Themen realisiert wird. Gerade neue und gute Mitarbeiter, die sich den Arbeitsplatz aussuchen können, werden zukünftig auch anhand moderner Arbeitswelten ihren Arbeitsplatz aussuchen.