1 MA = 1,00 €/m²a

Personalkosten

Die Kosten für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter (MA) lassen sich natürlich auch auf den Quadratmeter Fläche eines Bürogebäudes umrechnen. Sie werden gleich sehen, wie hoch die Kosten für das Gehalt eines Mitarbeiters sind.

Die Lohn- und Gehaltskosten sind deutlich höher als die einmaligen Baukosten eines Bürogebäudes. Das kleine a in der Formel bedeutet aber darüberhinaus, dass die Personalkosten jährlich zu zahlen sind. Sollten Sie also durch ein modernes Bürogebäudekonzept nur 10 % an Effizienz gewinnen, wird Ihnen in 10 Jahren ein Bürogebäude GESCHENKT.

Lohn- und Gehaltskosten sind daher für die Wirtschaftlichkeit eines Bürogebäudes deutlich wichtiger als Investitionskosten. Alle Aspekte, die die Produktivität der Menschen erhöhen, haben daher eine große Bedeutung. Nur weil man das nicht messen kann, gerät der Aspekt leicht in Vergessenheit. Das ist aber ein Fehler vieler einfacher Bürogebäudekonzepte, die auf den ersten Blick günstig scheinen.

Kosten durch falsches Raumklima

Schlechtes Raumklima läßt den Menschen unproduktiv werden. Folgende Aspekte sind zum Beispiel wichtig:

  • Arbeitnehmer werden es ungerne hören, aber tatsächlich wird die höchste Produktivität bei einer Empfindungstemperatur um 20 °C erreicht. Wir empfehlen eine Empfindungstemperatur zwischen 20 und 21,5 °C. Mit der Empfindungstemperatur ist das Mittel aus Lufttemperatur und Strahlungstemperatur der umgebenden Flächen gemeint. Diese hat daher nichts mit den einfachen Messgeräten zu tun, die schon einmal von zu Hause mitgebracht werden. Diese sind zum einen sehr ungenau und zeigen zum anderen auch nur die Lufttemperatur an, was eben nur die halbe Wahrheit ist. Bei Gebäuden mit einer alten Bauphysik können sogar 23 °C Lufttemperatur notwendig sein, um eine Empfindungstemperatur von 21 °C zu erreichen, was dann übrigens mindesten 15 % mehr Heizenergie kostet.
  • Im Sommer sollte die Empfindungstemperatur 26 °C bis zu einer Außentemperatur von 32 °C nicht überschreiten. Danach sollte die Empfindungstemperatur linear nach oben gleiten. Also bei 34 °C dürfen es auch 28 °C sein. Zu niedrige Temperaturen sind dann regelrecht gefährlich und können zu Krankheiten führen, die dann auch wieder recht teuer für den Arbeitgeber sind.
  • Hohe Konzentrationen von CO2, dem Gas, das wir Menschen ausatmen, machen nachweislich müde und unkonzentriert. Eine Fensterlüftung funktioniert hier nur, wenn entweder Wind herrscht oder wenn die Temperaturdifferenz groß ist. In den Phasen von Frühjahr und Herbst, die zeitlich gesehen in unseren Breiten ca. 9 Monate pro Jahr ausmachen, sind die Temperaturdifferenzen zu gering. So wird der Arbeitnehmer eben müde und merkt es nicht. Schlechte Luft merkt der Mensch erst, wenn er in einen Raum hineinkommt. Sitzt er in dem Raum, am besten noch mit mehreren Personen, merkt niemand etwas. So dämmert er dahin auf Kosten des Arbeitgebers.
  • Das Lichtangebot und auch die Lichtfarbe greifen sogar massiv in unseren Hormonhaushalt ein. Auch hier gibt es deutliche Auswirkungen auf unsere Stimmung und Leistungsfähigkeit durch mangelnde Beleuchtung.

Fazit

Die Kosten aufgrund mangelnder Produktivität sind die größten Kosten, die in einem Bürogebäude anfallen. Dabei ist es natürlich kurz gedacht, nur in Produktivität zu denken. Gesundheit ist das höchste Gut, das wir Menschen haben. Und daher sollte es selbstverständlich sein, dass das bestmögliche Bürogebäude mit der Beachtung aller gesundheitsrelevanten Themen realisiert wird. Gerade neue und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich den Arbeitsplatz aussuchen können, werden künftig eher Jobs wählen, die ihnen moderne Arbeitswelten bieten.

Neue Arbeitswelten

Warum brauchen wir eigentlich neue Arbeitswelten? Wenn Sie diesen Abschnitt hier über die Bedeutung der Personalkosten bezogen auf die Bürofläche gelesen haben, beantwortet sich die Frage eigentlich von selbst. Menschen benötigen optimale Bedingungen, um gute Arbeitsleistungen zu erbringen. Schauen Sie einfach mal rein in diesen Film ...